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LaVa-Schweißnaht an einer EN AW 6060 Legierung

Leichtbau sowie die fortschreitende Elektrifizierung der Automobile sind die vielversprechendsten Ansätze, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Substitution von Kupfer durch Aluminium im elektrischen Antriebsstrang verbindet beide Ansätze miteinander. Neben Vorteilen ergeben sich durch diesen Ansatz allerdings auch verschiedene Herausforderungen. Das LaVa-Schweißen bietet eine vielversprechende Möglichkeit, diese zu lösen.

 

Dr. Christian Otten von Lava-X

Am 13. Januar 2022 hält Dr. Christian Otten einen Online-Fachvortrag am Bayerischen Laserzentrum. Im Rahmen der Themenwoche „Photonik für die Mobilität der Zukunft“ referiert er ab 14:30 Uhr über „LaVa-Schweißen von Bipolarplatten aus Chrom-Nickel-Stahl und Titan“.

 

GKD Portfolio Industriegewebe, Filtrationslösungen

Die GKD – Gebr. Kufferath AG ist ein Anbieter hochmoderner Industriegewebe und Filtrationslösungen aus Metall, Synthetikdrähten und technischen Fasern. GKD passt jedes Gewebe an die spezifischen Anforderungen des Kunden an. Um diverse Werkstoffe zu verbinden, kommen im Unternehmen auch verschiedene Schweißverfahren zum Einsatz. Dabei wurde GKD auf das LaVa-Schweißen aufmerksam.

 

Swagelok-Einschweißstutzen, links: WIG-Schweißen, rechts: LaVa-Schweißen

Ein großes Anwendungsfeld der Sensorindustrie stellt die Herstellung von Drucksensoren dar.  Um die benötigten Anschlüsse zu integrieren, werden bei der Herstellung der Gehäuse für Drucksensoren Swagelok-Einschweißstutzen verwendet. Nach dem aktuellen Stand der Technik werden diese meist mit dem WIG (Wolfram-Inertgas)-Verfahren verschweißt. Weil es dabei aber oft zu Verzügen kommt, ist eine Alternative erforderlich, die nicht nur präzisere Ergebnisse, sondern auch energiesparenderes Schweißen ermöglicht. An dem Punkt setzt das LaVa-Schweißen von Sensoren an.

 

Schweißnahtoberseite und Makroschliff einer Brennstoffzelle mit LaVa-Schweißen

Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Bipolarplatten übernehmen wichtige Funktionen innerhalb der Brennstoffzelle. Nach aktuellem Stand der Technik wird die jährliche Produktion von Bipolarplatten für Brennstoffzellen bei ca. 21 Millionen liegen. Neben höchsten Qualitätsanforderungen werden außerdem hohe Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit der Komponenten – in diesem Fall insbesondere an den Prozess des Schweißens – gestellt. Hier bietet sich das Laserstrahlschweißen im Vakuum an, das unter geringem Energieaufwand eine hohe Produktivität in bester Qualität liefert.

 

Das Management-Team von Lava-X

Die Geschichte von LaVa-X begann mit der Promotion von Dr. Christian Otten am Institut für Schweiß- und Fügetechnik der RWTH Aachen, die er als Dr.-Ing. im August 2015 erfolgreich abschloss. Im Rahmen der Promotion beteiligte sich der heutige LaVa-X-Geschäftsführer an der Entwicklung eines vielversprechenden Laserstrahlschweißverfahrens. Auch bei seiner nachfolgenden Anstellung in einem Unternehmen in der Nähe von Wiesbaden ging ihm das Verfahren nicht mehr aus dem Kopf. Also machte er sich weiterhin intensive Gedanken darüber, wie es sich wohl in der Praxis umsetzen ließe.

Laserschweiß-Feinarbeit für die Medizintechnik

Um im globalen Wettbewerb mithalten zu können und stets auf dem neuesten Stand zu sein, gilt es, aktuelle Trends jederzeit im Auge zu behalten und darauf aufbauend eigene kreative Konzepte zu entwickeln. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ins Leben gerufene Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Realisierung besonders innovativer Ideen. Mit seinem Projekt „LaVa-Mikro-S“ nimmt auch LaVa-X an dem Programm teil.

Kupferschweißen mit LaVa-Technologie

Kupfer hat sich aufgrund seiner Materialeigenschaften in vielen Branchen etabliert. So ist es zum Beispiel grundlegender Bestandteil von Batterien, Elektromotoren und Hochleistungselektronik in Elektroautos. Insbesondere durch die zunehmende Produktion von Elektrofahrzeugen gilt es daher, auch die Fertigungstechnologien zu optimieren. Dazu zählt das Schweißen, um Kupferbauteile zu verbinden.

Deutschland sieht sich im globalen Wettbewerb mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählt ein erheblich gestiegener Kostendruck bei gleichzeitig wachsender sozialer und umwelttechnischer Verantwortung. Die ökonomischen und ökologischen Anforderungen werden immer anspruchsvoller und vor allem